Ein Viertel des Welthandels überschreitet Grenzen wie nie zuvor
2026 wächst der Welthandel schneller als zu jedem Zeitpunkt seit 2017. Der Globalisierungsgrad hat einen Rekordwert erreicht: Erstmals wird ein Viertel aller weltweit verkauften Waren außerhalb des Landes verkauft, in dem sie hergestellt wurden. Das ist mehr als eine statistische Randnotiz – es zeigt, dass internationale Lieferketten und grenzüberschreitender E-Commerce so normal sind wie nie zuvor.
Was das für Verkäufer außerhalb der EU bedeutet
Für Hersteller und Marken außerhalb Europas heißt das konkret: Käufer in der EU suchen aktiv nach Produkten von ausländischen Anbietern – und sind bereit, diese zu kaufen, wenn Lieferzeiten und Preise stimmen. Bis 2029 soll der globale Handel jährlich um weitere 2,6 % wachsen, ein stabiler und planbarer Trend, kein kurzfristiger Ausschlag.
Der Engpass ist selten das Produkt – es ist die Lieferung
Die größte praktische Hürde beim Eintritt in den EU-Markt ist nicht die Nachfrage, sondern die Lieferzeit. Ein Paket, das aus Asien oder Nordamerika versendet wird, braucht oft Tage bis Wochen und unterliegt Zollabfertigung – das schreckt Käufer ab, die an Lieferzeiten von ein bis zwei Tagen gewöhnt sind. Wer Ware vorab in ein EU-Lager bringt, verkürzt diese Lieferzeit drastisch und wirkt für den Käufer wie ein lokaler Anbieter.
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