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NEWS · 2. Oktober 2026

Studie: Marge pro Marktplatz überholt den Umsatz als Kennzahl Nr. 1

Im Marketplace Seller Trends Report 2026 von ChannelEngine zählen 33 % von 550 E-Commerce-Entscheidern die Gewinnmarge pro Marktplatz zu ihren wichtigsten Erfolgskennzahlen, häufiger als jede andere Kennzahl. Der Nettoumsatz, 2025 noch vorn, fiel auf Platz drei.

Marge vor Umsatz

Am 22. September 2026 hat ChannelEngine, ein niederländischer Anbieter von Software zur Marktplatz-Anbindung, seinen zweiten Marketplace Seller Trends Report veröffentlicht. Befragt wurden 550 E-Commerce-Entscheider in Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, Großbritannien und den USA. Die Gewinnmarge pro Marktplatz ist jetzt die meistgenannte Erfolgskennzahl: 33 % nennen sie, vor einem Jahr waren es 31 %. Der Nettoumsatz, 2025 mit 33 % noch vorn, rutschte auf Platz drei. Bei den Prioritäten für die nächsten zwölf Monate führen KI im Marktplatzgeschäft (26 %) und mehr Profitabilität (25 %). Die Expansion auf weitere Marktplätze fiel von Platz vier auf Platz acht.

Was die Marge drückt

Den größten Druck auf die Profitabilität sehen 26 % darin, bei wettbewerbsfähigen Preisen die Marge zu halten. Es folgen Gebühren und Provisionen der Marktplätze (23 %), Versand- und Fulfillmentkosten (22 %) sowie steigende Werbekosten (21 %). Bestandsprobleme und hohe Retourenquoten oder -kosten kommen auf je 20 %. Händler, die eigene Marken und Produkte anderer Hersteller anbieten, setzen Versand und Fulfillment mit 32 % auf Platz eins.

Ein großer Teil der Arbeit läuft noch von Hand. Drei von fünf Unternehmen beschreiben ihr Marktplatzgeschäft als überwiegend manuell oder nur teilweise automatisiert, nur 12 % als hochautomatisiert. Im Schnitt werden 32 % der wöchentlichen Marktplatzarbeit manuell erledigt (2025: 36 %). Von den Firmen mit vielen manuellen Abläufen berichten 37 % von höheren Betriebskosten und 33 % von mehr Fehlern bei Listings, Preisen oder Beständen. Dass Handarbeit die Marge senkt, belegen die Daten nach Angaben von ChannelEngine allerdings nicht.

Was Händler jetzt tun können

Wer auf mehreren Marktplätzen verkauft, sollte die Marge für jeden Kanal einzeln rechnen: nach Gebühren, Werbung, Versand und Retouren, nicht nur nach Umsatz. Im zweiten Schritt geht es um Routinearbeit. 45 % der Befragten pflegen Produktinhalte und Preise zumindest teilweise noch von Hand in den Marktplatzportalen. Hier lässt sich mit der Automatisierung am ehesten anfangen.

Auch die Fulfillmentkosten gehören in diese Rechnung pro Kanal. Mit dem Rechner auf der Preisseite von TREEBERG lässt sich vorab kalkulieren, was Lagerung, Kommissionierung und Verpackung im Lager in Nordhorn pro Bestellung kosten.

Quellen

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